Champéry: Viertelfinale verpasst aber Tendenz positiv
vom 28.10.2013
Bei den Curling Masters im französischen Champéry, einem Turnier der Curling Champions Tour, waren mit dem Team Jahr und dem Team Baumann gleich zwei deutsche Vertreter am Start. Den Sprung ins Viertelfinale hat allerdings keines der beiden Teams geschafft.

In Vorrundengruppe C ließ es sich für Skip John Jahr uns sein Team (Felix Schulze, Christopher Bartsch, Sven Goldemann, Peter Rickmers) zunächst gut an. Gegen das junge schottische um Skip Logan Gray gewannen die Hamburger ihr Auftaktspiel souverän mit 5:2. Nach zwei Nuller-Ends legte das Team Jahr im dritten End zwei Steine vor. Es folgte ein weiteres End ohne Punkte, ehe Jahr & Co. auf 3:0 erhöhen konnten. Die Schotten verkürzten in den beiden darauffolgenden End zwar noch einmal auf 2:3, doch das Team, welches vom 10. bis zum 15. Dezember in Füssen das Olympia-Ticket für Sotschi 2014 lösen soll, machte den Sack mit zwei Steinen im achten End zu.

Weniger gut lief es im zweiten, ganz engen Spiel gegen das tschechische Team Sik. Nach einem ersten End ohne Punkte gewannen die Tschechen die nächsten beiden mit jeweils einem Stein. Erst im fünften End legte das Team Jahr selbst den ersten Stein zum 1:2-Anschluss. Doch von den verbliebenen drei Ends gewann Sik zwei, und Jahr nur noch eines - Endstand 2:4 aus Sicht des DCV-Teams.

Die Hamburger mussten sich über die Niederlage sehr geärgert haben, denn das schweizerische Team Neuenschwander bekam das wohl im dritten Spiel zu spüren. 11:1 hieß es am Ende einer einseitigen Partie. Das deutsche Team gewann die beiden ersten Ends mit zwei bzw. einem Stein. Das dritte End war dann das einzige, welches die Schweizer für sich entscheiden konnten. Dann lief wieder alles für das DCV-Team: vier Steine im vierten, nochmal drei Steine im fünften End. Und nachdem im sechsten noch ein weiterer - der elfte - dazugekommen war, wurde die Partie vorzeitig beendet.

Die Schweizer Teams schienen John Jahr & Co. gut zu liegen, denn auch das Team Freiberger war letztlich chancenlos und unterlag nach sechs gespielten Ends mit 2:8. Mit drei Steinen im dritten und vier im sechsten End hatten die Deutschen die Partie klar entschieden. Auch gegen das dänische Team Krause sah es kurz vor Schluss nach einem Sieg aus. Die Dänen waren im dritten End mit 1:0 in Führung gegangen, was das Team Jahr umgehend egalisierte. Im fünften End schrieb der Gegner wieder zwei Steine. Nach einem Nuller-End gingen die Deutschen dank dreier Steine im siebten End mit 4:3 in Führung. Doch die knappe Führung konnte nicht verteidigt werden. Stattdessen musste man zusehen, wie das Team Krause die entscheidenden zwei Steine zum 5:4 legten.

"Aus dem Umfeld des Teams ist zu hören, dass die Tendenz bei den Jungs, was die Leistungsentwicklung betrifft, schon merklich positiv ist", berichtete DCV-Sportdirektor Rainer Nittel. "Nur im Moment belohnt man sich leider noch nicht dafür."

Das Team Baumann (Alexander Baumann, Manuel Walter, Sebastian Schweizer, Jörg Engesser, Marc Bastian) startete mit einer 3:6-Niederlage gegen den späteren Turniersieger, das Team von Skip James Grattan aus Kanada. In der Partie gegen das Schweizer Team Werthemann fanden die Mannen aus Baden Hills und Schwenningen jedoch zu ihrem Spiel und besiegten den Gegner klar mit 7:4. Vor allem die vier Steine im sechsten End zum 7:3-Zwischenstand bedeuteten hier die Vorentscheidung. Ein wenig Pech war im dritten Spiel gegen die Finnen um Skip Aku Kauste (4:5) dabei. Bis zum vierten End hatten sich Baumann & Co. eine 3:1-Führung erspielt, ehe die Finnen die Partie im fünften Ende mit drei Steinen drehten und ihrerseits die Führung im sechsten End noch auf 5:3 ausbauten. Baumann konnte "nur" noch mit einem Stein kontern.

Ein ganz enges Match lieferte man sich mit den Letten vom Team Gulbis. Die Führung wechselte ständig, und die Entscheidung musste im Extra-End fallen, wo die Letten letztlich das bessere Ende für sich hatten und mit 6:5 den Sieg davontrugen. Die Chance aufs Viertelfinale war vertan, aber immerhin verabschiedete sich das Team Baumann mit einer Wie im Spiel gegen das Team Gulbis ging es auch gegen das Schweizer Team um Skip Marc Pfister ständig hin und her. Im achten End konnte das Team Baumann noch zum 6:6 ausgleichen. Wieder musste das neunte End entscheiden, wo diesmal Alexander Baumann und sein Team den entscheidenden Stein legten und schlussendlich mit 7:6 die Oberhand behielten.
TERMINE
2018
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