B-WM: Junioren verpassen überraschend Aufstieg
vom 10.01.2017
Die B-Weltmeisterschaften der Juniorinnen und Juniorinnen in Östersund (SWE) sind aus deutscher Sicht ernüchternd zu Ende gegangen. Die als klarer Mitfavorit auf den Aufstieg in die A-WM gehandelten DCV-Junioren um Skip Marc Muskatewitz haben den Sprung ins Oberhaus am Ende überraschend verpasst. Für das Juniorinnen-Team um Skip Maike Beer war bereits im Viertelfinale knapp Endstation.

Beide Mannschaften hatten eine ganz starke Vorrunde gespielt. Die weibliche DCV-Vertretung hatte zwar das Auftaktspiel gegen China verloren, war danach allerdings in den weiteren fünf Gruppenspielen ungeschlagen geblieben und hatte sich so souverän und vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Dort musste man dann allerdings erneut gegen die mitfavorisierten Chinesinnen ran, denen man am Ende auch ein wenig unglücklich mit 3:5 unterlag. Bundesnachwuchstrainer Wolfgang Burba war dennoch zufrieden: "Sicherlch wäre für dieses junge Team bei diesem Turnier noch mehr drin gewesen. Im Viertelfinale war es auch ein bisschen Pech, als sie im siebten End einen wunderbaren Stein spielen, der China zwingt, einen schwierigen zu spielen, der dann auch nicht kommt. Aber dann bringen wir leider selbst eine leichten nicht. Solche kleinen Fehler wirken sich auf diesem Niveau eben groß aus." Trotzdem darf das Turnier für die Juniorinnen als Erfolg gewertet werden, zumal man sich als Fünftplatzierte mit einer 5:2-Bilanz im Vergleich zum Vorjahr (3:3-Bilanz, Platz elf) deutlich steigern konnte.

Die Junioren um Skip Marc Muskatewitz, die schon im Vorjahr als Vierter knapp am Aufstieg gescheitert waren, schauten auch in diesem Jahr in der Endabrechnung als undankbarer Vierter in die Röhre. Dabei hatte man sich so souverän wie kein anderes Team durch die Vorrunde gespielt. Sieben Siege aus sieben Spielen machten das DCV-Team zu einem klaren Favoriten auf einen der drei freien Startplätze bei der A-Weltmeisterschaft in Korea (16. bis 26. Februar).

Im Viertelfinale gegen die Polen, die man bereits in der Vorrunde geschlagen hatte, blieb man mit 6:2 auch auf Kurs. Doch ausgerechnet beim ersten Aufstiegsmatchball strauchelten Muskatewitz und Co., konnten im Halbfinale beim 3:7 gegen ausgezeichnet spielende Türken - die man in der Vorrunde ebenfalls schon hatte besiegen können - nicht ihre beste Leistung abrufen. Nun sollte der letzte Schritt nach Korea im Spiel um Platz drei gegen Italien gemacht werden. Doch auch in diesem Aufeinandertreffen konnte das DCV-Team nicht an die starken Leistungen im Verlauf des Turniers anknüpfen. Mann hatte, wie schon gegen die Türken, Probleme mit der Länge, konnte so nie richtig Druck auf die Italiener aufbauen und so auch im siebten End nicht das entscheidende Dreierhaus zum 5:2-Endstand verhindern.

"Wir können es nur schwer in Worte fassen, was hier heute passiert ist, dass wir hier wirklich ohne Medaille nach Hause fahren", gestand Bundesnachwuchstrainer Wolfgang Burba ein. Jetzt müsse man genau analysieren, woran es in den letzten Spiele gelegen hat. "Nichtsdestotrotz muss man festhalten, dass die Jungs hier ganz toll gearbeitet haben, auch wenn es für uns so tragisch geendet ist. Das Team ist aber gefestigt genug, dass es diesen Tiefschlag wegsteckt. Für beide Teams gilt, dass wir in Deutschland wieder Nachwuchsteams haben, die für die nächsten Jahre absolut Hoffnung machen."

Dan Aufstieg in die A-WM schafften am Ende bei den Damen Turniersieger Schottland, die Türkei und Japan. Bei den Herren steigen B-Weltmeister China sowie die beiden Deutschland-Bezwinger Türkei und Italien auf.
TERMINE
2018
02. März
World Wheelchair Championship
in Stirling (SCO)
02. März
29th Winter Universiade
in Krasnoyarsk (RUS)
16. März
World Women's Championship
in Esbjerg (DEN)
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