Universiade: Starkes Turnier des deutschen Teams
vom 03.02.2017
Die deutschen Curling-Damen verkaufen sich bei der Winter-Universiade in Almaty (KAZ) durchaus sehr gut. Die machbaren Spiele konnten zumeist gewonnen werden, und gegen die favorisierten Teams verlor man die Matches oft erst in der Schlussphase knapp. Bundestrainer Thomas Lips zeigte sich positiv überrascht von den Leistungen des deutschen Teams.

Nach dem erwartungsgemäßen Auftaktsieg gegen Kasachstan hatte es für Maike Beer, Claudia Beer, Emira Abbes und Nicole Muskatewitz zwei Niederlagen gegen das starke kanadische Team und Großbritannien gesetzt. In der vierten Partie gegen das schwedische Team um Skip Isabella Wrana - immerhin schwedische Meisterinnen - musste das Extra End die Entscheidung bringen. Mit dem Recht des letzten Steins nutzten die Skandinavierinnen die Fehler der deutschen Studentinnen zu einem Viererhaus, was das Resultat am Ende mit 12:8 deutlicher aussehen lässt, als das Spiel eigentlich war.

Kaum nennenswerte Probleme hatte die deutsche Formation im Spiel gegen Norwegen. Schnell war klar, in welche Richtung es gehen würde, als Deutschland die ersten drei Ends holte, obwohl Norwegen den Hammer hatte. So konnte der Vorsprung sukzessive weiter ausgebaut werden, bis die Skandinavierinnen beim überraschend deutlichen Stand von 10:2 nach dem achten End den Handschlag anboten.

Eine knappe Angelegenheit war es gegen China. Dabei hatte das deutsche Team zwischenzeitlich bereits mit 5:1 und 6:3 geführt, doch China verbuchte im achten Durchgang ein Dreierhaus zum Ausgleich. Deutschland verzichtete auf Punkte im neunten End und nahm so das Recht des letzten Steins mit ins entscheidende zehnte. Doch dort lief es für China besser, das einen Stein zum 7:6 stahl und enttäuschte deutsche Spielerinnen zurückließ. Gegen die Auch gegen die Schweiz lief es am Ende etwas unglücklich. Nach diesmal schwächerem Start lag man nach sieben Ends mit 1:4 zurück. Danach allerdings wurden die drei verbleibenden Ends mit jeweils einem Stein gewonnen, sodass das Spiel beim Stand von 4:4 ins Extra End musste. Doch dort hatte das deutsche Team erneut das Nachsehen, weil die Scheiz das Recht des letzten Steins zum entscheidenden Punktgewinn nutzte. Endstand 4:5 aus deutscher Sicht.

Im vorletzten Turnierspiel ging es für das deutsche Team gegen die amtierenden Europameisterinnen aus Russlandmit Skip Victoria Moiseeva. Die deutsche Studentinnen-Auswahl begann erneut stark, führte nach vier Ende bereits mit 6:1. Die Russinnen verkürzten in der zweiten Spielhälfte zwar noch, aber den Sieg ließen sich Beer, Beer, Abbes und Muskatewitz nicht mehr nehmen. Die Partie endete mit 8:6.

"Ich bin wirklich positiv überrascht, wie sich dieses Team in diesem starken Feld behauptet", lobte Bundestrainer Thomas Lips. "Das ist wohl das höchste Niveau, das jemals an einer Universiade gespielt wurde. Mit ein bisschen mehr Routine hinten raus wäre auch gegen China oder die Schwedinnen mehr drin gewesen. Auch gegen die Schweiz haben sie eine tolleLeistung gezeigt, aber die hat eben nicht gereicht. Die realistische Zielsetzung war der achte Platz. Und daist das Team voll im Soll."
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