Gelungene WM-Generalprobe für Meißner/Büttner
vom 11.04.2017
Im lettischen Riga trat das deutsche Mixed-Doubles-Team mit Julia Meißner und Andy Büttner zur Generalprobe für die Mixed-Doubles-Weltmeisterschaften an. Kurz vor dem Saisonhöhepunkt in Lethbridge (CAN) galt es nun noch einmal, Wettkampfhärte zu sammeln. Das Turnier wartete dabei mit einem starken Teilnehmerfeld auf: Neben den nationalen Vertretern der Niederlande, Litauens, Lettlands und Englands traten auch das schottische Team und mit Ungarn und Russland die Weltmeister von 2015 und 2016 an.

In der Gruppenphase zeigten Meißner und Büttner von Beginn an eine gute Form und konnten zunächst gegen die Letten Rudzite/Zentelis und dann auch gegen Fowler/Fowler (ENG), die auch in Kanada Gruppengegner sein werden, gewinnen. Im dritten Spiel mussten sie gegen das favorisierte schottische Team Aitken/Mouat eine Niederlage einstecken, bei der sie sich jedoch in guter Form präsentierten. Mit dem anschließenden Sieg gegen das Team McClelland/McClelland aus Kanada war die Qualifikation für das Viertelfinale perfekt.

Dort wartete mit dem Team Palancsa/Kiss der ungarischen Weltmeister von 2015. Die spannende Partie entschied Team Deutschland für sich und schaffte damit auch den Einzug ins Halbfinale. Mit Rudzite/Zentelis ging es gegen ein Team, was schon geschlagen wurde, welches im Turnierverlauf jedoch immer stärker wurde. Nach gutem Beginn der Deutschen rissen die Letten das Spiel an sich und liefen zu Bestform auf. Meißner und Büttner hielten die Partie jedoch lange offen und sicherten sich im letzten End sensationell vier Steine und somit auch den 7:6-Sieg. Im Finale trafen sie dann auf die amtierenden Mixed-Doubles-Weltmeister Bryzgalova/Krushelnitskiy. Die beiden Russen lieferten eine fast fehlerfreie und sehr beeindruckende Leistung ab und gingen verdient mit 8:2 als Turniersieger vom Eis. Meißner und Büttner zeigten jedoch auch im Finale eine gute Partie, bei der sie oft nur Zentimeter von weiteren Endgewinnen entfernt waren.

Das Geisinger Team geht mit dem zweiten Platz in Riga ambinioniert, realistisch, hungrig und in Bestform für Deutschland in Lethbridge an den Start. Erstes Ziel ist zunächst die Verbesserung des Vorjahresergebnisses (2016: 6. Platz in der Gruppenphase mit einem Sieg). Präsentieren sich die beiden ähnlich gut wie in Riga und können sie ihr Potenzial noch besser abrufen, ist sogar die Qualifikation für das Achtelfinale möglich. Mit etwas "Losglück" könnte es dann noch weitergehen. Der deutsche Traum von der Olympiaqualifikation ist unter den Voraussetzungen weiterhin eine vage Hoffnung, lebt mit den beiden Hoffnungsträgern Meißner und Büttner aber zumindest als solche weiter.

(Bericht: Robert Franke)
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